Pannen und Unfall
Wenn es gekracht hat...
Das ist der der Alptraum jedes Kraftfahrers: Eine Sekunde unaufmerksam gewesen, schon hat es gekracht! Zunächst einmal gilt es: Ruhe bewahren. Und einige wichtige Punkte zu beachten.
Unser Kooperationspartner "Hallo Frau" hat alle wichtigen Punkte für Sie zusammengestellt: Unfallcheckliste
Technische Mängel am Fahrzeug können unter widrigen Umständen Auslöser für Fahrzeugbrände sein. Lediglich zehn Prozent aller PKW-Brände werden aber durch einen Verkehrsunfall verursacht. Häufigste Brandursachen sind lecke Benzinleitungen, undichte Einspritzsysteme oder Vergaser. Doch auch Marderbisse im Zündkabel, Motorölverlust, durchgescheuerte Kabel, überhitzte Bremsen oder falscher Reifendruck führen mitunter zu Feuer im Fahrzeug. Das sollten Sie beachten:
- bei Anzeichen wie Brandgeruch, Rauchentwicklung oder Elektrizitätsausfall sofort anhalten
- Motor ausstellen und Zündschlüssel abziehen; nur das Warnblinklicht bleibt eingeschaltet
- die Unfallstelle absichern und sofort die Feuerwehr benachrichtigen
- sofern der Brandherd gut zugänglich ist, kann versucht werden, selbst zu löschen
- Brände unter der Motorhaube sollten immer nur mit Hilfe eines Feuerlöschers gelöscht werden. Dabei die Motorhaube nur langsam einen Spalt breit öffnen um das Lösch-Pulver einzuspritzen.
- Steht das Fahrzeug an einem Berg, unbedingt bergaufwärts vom Brand entfernen, da sich brennende Flüssigkeit nach unten bewegt.
Die Autobatterie ist heute wohl das wichtigste Teil in einem Auto. Grund ist, dass die Zahl der elektrischen Verbraucher immer mehr zunimmt: Wer möchte schon auf die elektrischen Fensterheber verzichten? Die stromfressende Klimaanlage gehört ebenfalls längst zur Standardausstattung.
Heutige Autobatterien sind, wie man auch dem Hinweis auf deren Gehäuse entnehmen kann, wartungsfrei. Sie halten problemlos mehrere Jahre. Die Haltbarkeit einer Autobatterie hängt aber immer noch von ganz bestimmten Faktoren ab. Dazu gehört auch das individuelle Fahrverhalten:
- Bei der Lichtmaschine im Auto handelt es sich um jene Stromquelle, die den Akku bei laufendem Motor ständig neu auflädt. "Schwächelt" die Batterie, sollte diese oder die Ladespannung überprüft werden. Anzeichen für Batterieschwäche ist ein länger dauernder Startvorgang.
- Besonders gefräßige Stromverbraucher sind im Winter Heizungsgebläse und Heckscheibenheizer. Für die durch niedrigere Temperaturen bereits strapazierte Batterie bedeuten sie eine zusätzlich hohe Belastung. Deshalb ist es besser, auch auf der Heckscheibe das Eis mit einem Kratzer zu entfernen und so die Einschaltdauer der Scheibenheizung kurz zu halten.
- Batterien, die nach dem Aufladen schnell wieder ihre Energie verlieren, gehören in die Kategorie Altersschwach und sollten schnell gegen eine neue ausgetauscht werden.
Das wichtigste Bauteil am Auto ist eindeutig die Bremse. Eine regelmäßige Kontrolle sollte daher nicht lästig sein, sie ist geradezu überlebenswichtig. Verzichten Sie also keinesfalls auf die regelmäßige Kontrolle, am besten durch eine Werkstatt. Dort sollte auch die Bremsflüssigkeit regelmäßig gewechselt werden. Verdächtige Anzeichen für ein „Schwächeln“ der Bremsen sollten ernst genommen werden:
- bei Betätigung des Bremspedals muss nach maximal einem Drittel des Pedalweges ein Widerstand zu spüren sein
- die Bremsen dürfen während der Fahrt nicht schief ziehen
- bei quietschenden oder rubbelnden Bremsen besser gleich einen Fachmann fragen
- die Handbremse sollte auch funktionieren. Prüfen Sie diese indem Sie mit voll angezogener Handbremse im ersten Gang anfahren. Schafft der Motor es, das Auto zu bewegen, ist die Bremskraft zu gering
Viele Zeitgenossen vernachlässigen es, regelmäßig nach dem Ölstand zu schauen. Dabei ist dieser Schmierstoff für die Erhaltung der Lebensdauer des Motors sehr wichtig. Das heutzutage fast immer verwendete Mehrbereichsöl kann als Motoröl sowohl im Sommer als auch im Winter verwendet werden. Kaum einer weiss noch, dass der regelmäßige Ölwechsel vor dem Wechsel der Jahreszeiten notwendig war. Nachteilig ist, dass Mehrbereichsöl schneller altert als Einbereichsöl. Deshalb ist das Einbereichsöl als Motoröl bspw. im Motorsport, im Flugbereich oder auch beim Tuning noch immer der Favorit.
Viele Autofahrer sind mit zu wenig Motoröl unterwegs. Grund diese Nachlässigkeit liegt unter anderem in den langen Inspektionsintervallen von bei modernen Motoren. Viele bemerken den niedrigen Ölstand häufig erst, wenn die Warnlampe im Armaturenbrett aufleuchtet.
Daher unser Rat: Halten Sie die richtigen Intervalle für den Ölwechsel immer ein. Sie sind in den Gebrauchshandbüchern der Autohersteller aufgeführt oder werden im Display der Armaturentafel angezeigt. Die Autohersteller schreiben auch vor, welche Ölsorte für ihr Fabrikat verwendet werden soll und darf.
Gerade bei großer Hitze im Sommer ist es nötig, dass immer genug Kühlwasser vorhanden ist. Ein Wechsel ist nur erforderlich, wenn die Betriebsanleitung dies ausdrücklich vorschreibt. Da nach einem Tausch die Entlüftung des gesamten Kühlsystems notwendig wird, sollte diese Arbeit an eine Kfz-Werkstatt vergeben werden.
Unabhängig davon ist es ratsam, regelmäßig selbst den Pegelstand der Kühlflüssigkeit zu prüfen. Anhaltspunkte dafür bieten entsprechende Markierungen im Einfüllstutzen. Die Verschraubung muss gut fixiert sein, denn sie steht während des Betriebs unter Druck.
Erstes Gebot: Absichern!
Schalten Sie sofort das Warnblinklicht ein. Fahren Sie möglichst nach rechts auf den Randstreifen. Lassen Sie alle Personen aussteigen und hinter die Leitplanke treten.
Warndreieck aufstellen
Mit aufgeklapptem Warndreieck gehen Sie dem Verkehr entgegen - hinter der Leitplanke, wenn möglich. Warnen Sie die nachfolgenden Fahrer: Bewegen Sie Ihre Arme auf und ab oder lassen Sie eine Warnleuchte blinken, wenn Sie eine haben.
Das Warndreieck stellen Sie 150 bis 300 Meter vor der Unfallstelle ab. Stören Kuppen oder Kurven dort die Sicht auf den Unfallbereich, platzieren Sie das Warndreieck davor. Wenn Sie den Wagen nicht von der Straße bringen können, klappen Sie den Kofferraumdeckel hoch, um die nächsten Fahrer zu warnen.
Erste Hilfe leisten
Wenn sich Menschen verletzt haben, kümmern Sie sich jetzt um sie. Zu den "lebensrettenden Sofortmaßnahmen" gehören die Versorgung von Verletzungen, Puls- und Atemkontrolle sowie die stabile Seitenlage.
Hilfe holen
Wenn die Verletzten versorgt sind, fordern Sie über ein Handy oder eine Notrufsäule Hilfe an. Die nächste Notrufsäule finden Sie, indem Sie den schwarzen Pfeilen auf den Leitpfosten folgen.
Bei einer Panne verlangen Sie den ACE. Beachten Sie bei einem Notruf die sechs "W" (Wo geschah es? Was geschah? Wie viele Verletzte? Welche Art von Verletzungen? Wer meldet den Unfall? Warten auf Rückfragen!).
Wenn winterliche Kälte und eine "müde" gewordene Autobatterie zusammentreffen, springt so manches Auto nicht mehr an. Meist ist dann Starthilfe notwendig. Dabei können allerdings Fehler unterlaufen. Wer sich nicht an die Regeln hält oder ein unpassendes Starthilfekabel benutzt, riskiert Spannungsspitzen in der Bordelektronik. Teure Reparaturen sind oft die Folge.
Zur richtigen Starthilfe müssen folgende Schritte beachtet werden:
1. Der Motor des Autos, von dem aus Starthilfe geleistet wird, muss laufen.
2. Dort wird das rote Starthilfekabel an den Pluspol (+) geklemmt.
3. Das freie Ende wird an den Pluspol (+) der leeren Batterie geklemmt.
4. Das schwarze Kabel wird an den Minuspol (-) der Batterie des Spenderautos geklemmt.
5. Das freie Ende des Kabels kommt an die so genannte Masse, das heißt, an ein Metallteil der Karosserie im Bereich des Motorraumes.
6. Dann erfolgt der Startversuch: Auskuppeln, Handbremse anziehen, Zündschlüssel drehen und bei erfolgreichem Start des Motors gleich das Licht einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden.
7. Zuletzt wird das Starthilfekabel wieder demontiert: Erst das schwarze und dann das rote Kabel lösen. Die Demontage der Klemmen zuerst am Strom spendenden Auto vornehmen.
- Ein Reh kommt selten allein, oft werden weitere folgen.
- Tiere wählen nicht unbedingt den kürzesten Weg über die Fahrbahn, sie flüchten vor dem Auto her oder springen auf die Fahrbahn zurück oder bleiben plötzlich stehen.
- Auf Fernlicht reagiert Wild häufig irritiert. Besser ist es, mehrmals kurz zu hupen.
- Ausweich- und Bremsmanöver können mit Blick auf den entgegenkommenden und nachfolgenden Verkehr zu schwerwiegenden Konsequenzen führen. Deshalb sollte der Zusammenstoß z. B. mit einem Feldhasen eher in Kauf genommen werden als ein durch Ausweichmanöver verursachter Crash mit einem anderen Auto.
- Wenn es zum Wildunfall kommt, muss das Auto mit Warnblinker und Dreieck abgesichert und die Polizei alarmiert werden.
- Wegen latenter Tollwutgefahr sollte man Wild nur mit Handschuhen berühren.
- Schäden am Auto lässt man sich vom Jagdpächter oder Polizisten schriftlich bestätigen.
- Schäden müssen innerhalb von sieben Werktagen der Kaskoversicherung gemeldet werden.
- Überfahrene Tiere dürfen nicht als willkommener Wildbraten mitgenommen werden. Ein solches Delikt wird als Wilderei gewertet und bestraft.
In der morgendlichen und abendlichen Dämmerung sind die Gefahren besonders groß. Insbesondere muss die Geschwindigkeit gedrosselt werden, sobald das Verkehrszeichen "Wildwechsel" auftaucht. Schon 80 km/h können viel zu schnell sein. Schließlich prallt das Tier mit ungeheurer Wucht gegen ein zu schnell fahrendes Auto, was für den Kraftfahrer fatale Folgen haben kann. Der Crash mit einem Hasen bei Tempo 100 km/h lässt einen Druck von 125 kg entstehen. Ein 20 kg schweres Reh entwickelt sogar ein Aufschlaggewicht von einer halben Tonne. Deshalb: unbedingt Wildwechsel-Warnschilder beachten, Straßenränder im Auge haben und folglich besonders umsichtig und langsam fahren.
Grundsätzlich werden Wildunfall-Schäden von der Teilkaskoversicherung gezahlt - allerdings mit Einschränkungen. Denn um Wildunfälle handelt es sich nach den Versicherungsbedingungen nur, wenn es zu einem Schaden mit Haarwild kommt. Dazu gehören laut Bundesjagdgesetz Rehe und Hasen, aber auch Seehunde oder der Wisent. Kein Wildunfall ist der Zusammenprall mit einem Vogel, etwa einem Fasan. Ausnahme: Geht bei dem Zusammenstoß mit dem Fasan auch die Windschutzscheibe zu Bruch, bekommt der Autofahrer zumindest den Glasschaden ersetzt. Alle Wildschäden müssen innerhalb von sieben Werktagen der Kaskoversicherung gemeldet werden.
Sollte Ihr Fahrzeug bis übers Dach im Hochwasser gestanden haben, müssen sie davon ausgehen, dass es leider nicht mehr in Stand gesetzt werden kann. Hier liegt dann in der Regel Totalschaden vor. Bevor Sie Reparaturarbeiten in Auftrag geben, sollten Sie sich von der Werkstatt einen schriftlichen Kostenvoranschlag unterbreiten lassen.
Gut zu wissen: Hochwasserschäden an Autos sind obligatorisch von einer Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt. Gegebenenfalls müssen Sie zur Bemessung einer Schadenregulierung einen (unabhängigen) Gutachter heranziehen.
Seinen durch Auto-Überschwemmungen geschädigten Mitgliedern hilft der ACE, in dem er kostenfrei für die Bergung der Fahrzeuge sorgt. Können technische Defekte nicht durch Pannenhilfe behoben werden, schleppt der ACE das Auto zur nächstgelegenen Fachwerkstatt.
Auf Wunsch wird das Fahrzeug alternativ auch zur nächstgelegenen ACE-Partnerwerkstatt transportiert.
- Versuchen Sie nicht mehrmals, den aus dem Wasser geborgenen Wagen ohne weiteres zu starten, selbst dann, wenn die Elektronik zu funktionieren scheint. Die Gefahr, dass durch unverbrannten Treibstoff zusätzlich der Katalysator beschädigt wird, ist beträchtlich
- Machen Sie keine Startversuche mit Überbrückungskabel und fremder Anschlepphilfe
- Ist Wasser in den Zylinder eingedrungen, kann beim Anlassen ein kapitaler Motorschaden verursacht werden. Suchen Sie besser gleich Rat bei unseren Kfz-Fachleuten
- Stand das Fahrzeug nur bis zur Türunterkante im Wasser, können Sie einen weniger riskanten Startversuch wagen
- Auch dann, wenn der Motor wieder anspringt, ist größte Vorsicht geboten: Durch Ablagerungen von Schmutz und Wasser kann die Bremswirkung stark beeinträchtigt sein
- Fahren Sie auf den ersten Metern zunächst nur mit Schrittgeschwindigkeit
- Bremsen Sie immer wieder, um Schmutz auf den Bremsbelägen zu entfernen. Setzen Sie die Fahrt erst dann fort, nachdem die Bremsanlage wieder voll funktionstüchtig ist
- Falls Wasser in den Fahrgastraum eingedrungen ist, sorgen Sie für eine vollkommene Trockenlegung des Fahrzeugs. Autolackierwerkstätten verfügen zu diesem Zweck über spezielle Trockenkabinen
Beim Verlust eines sogenannten Masterschlüssels entsteht der größte Aufwand, denn sämtliche fahrzeugspezifischen Informationen sind in diesem Teil gespeichert. Auch hier kann Hilfe nur die Vertragswerkstatt leisten. Möglicherweise muss das Steuergerät für die Wegfahrsperre neu programmiert oder gar ausgetauscht werden. Das kann mehrere Hundert Euro kosten. Wir raten dazu, Masterschlüssel nicht als Gebrauchsschlüssel zu verwenden, sondern zuhause für den Fall der Fälle zu deponieren.
Bei verlorenen Fahrzeugschlüsseln, die über eine High-Tech-Codierung verfügen, ist die Lage kompliziert. Der sogenannte Transponder sorgt in derartigen Schlüsseln für die Deaktivierung der Wegfahrsperre. Die wiederum ist individuell "verschlüsselt". Falls kein Nachschlüssel verfügbar ist, muss die Codierung über die Vertragswerkstatt neu vorgenommen werden. Dafür benötigt man die Daten der Fahrzeughersteller. Für diese Dienstleistungen stehen weder Schlüsseldienste noch Pannenhelfer zur Verfügung.
Wurde der Fahrzeugschlüssel versehentlich im verriegelten Auto vergessen, hilft der Autoclub: Die Pannenhelfer wissen, wie ein Auto ohne Beschädigung geöffnet werden kann.
Beim Verlust eines Autoschlüssels handelt es sich häufig nicht nur um ein dummes Missgeschick. Für Autofahrer kann es nämlich recht aufwändig sein, das verlorene Stück zu ersetzen. Neben den Unannehmlichkeiten müssen möglicherweise auch hohe Kosten in Kauf genommen werden. Der ACE Auto Club Europa empfiehlt, wenigstens einen Ersatzschlüssel an einem sicheren Ort, am besten zuhause, zu deponieren. Durch Schlüsselverlust in Verlegenheit geratene Autofahrer sollten versuchen, sich den Ersatzschlüssel zu besorgen.



