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Radelnde Schüler meist ohne Helm unterwegs

11.10.2011 09:00
(v.l. Theo Küpper, Anne Kramer (ACE Vorstand Kreis Duisburg), Ulrich Loske (ACE Vertrauensanwalt).) © ACE Auto Club Europa

Am häufigsten verunglücken Schulkinder mit dem Fahrrad in den Zeiten, in denen sie sich normalerweise auf dem Weg zur Schule oder zurück befinden. Insgesamt verunglückten 28.629 Kinder 2010 auf deutschen Straßen, das waren 7,2 Prozent weniger als 2009 – wenigstens diese Entwicklung begründe eine gewisse Zuversicht, meinte der ACE.

 

Der ACE Auto Club Europa ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC), www.eac-web.eu

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Kommentare
 
 
11.10.2011

Sehr zweifelhafte Angelegenheit! Was soll das für ein Magel sein, zu wenig Profil auf den Reifen? Es gibt Fahrradreifen im Neuzustand ohne Profil! Dinge wie Aquaplaning spielen beim Fahrrad keine Rolle, je mehr Gummi auf der STraße ist,desto besser die haftzung, deshalb sind profillose Reifen sogar am sichersten! Und klar, schön die Helmtragequote bemängeln, wie wäre es, mal Tempo 30 zu fordern, was viel mehr für die Verkehrssicherheit ALLER Verkehrsteilnehmer bringen würde? Oder einfach ganz auf das Auto verzichten, dann kann auch kein Kind mehr überfahren werden! Und die Aussage, ein Helm könne 80 Prozent der Kopfverletzungen vermeiden, ist totaler Humbug! Es gibt keine Erkenntnisse über die Schutzwirkung von Helmen!

René
11.10.2011

Zweifelhafte Angelegenheit?

Helm als Schutz ist Humbug?

Na Rene, dann gehe mal in eine Kinderklinik und schau dir Kopfverletzungen von Kindern an.

Ich ignoriere wissenschaftliche Erkenntnisse nicht und dir wünsche ich unfallfreies Radeln.

Was soll daran zweifelhaft sein, wenn, so viele Räder kein Licht, keine Klingel und keine Reflektoren haben? Man kann allenfalls verzweifeln über den Leichtsinn der Kids (und deren Eltern)!

Dieter

Dieter Harms
12.10.2011

Sie schreiben: "damit könnten rund 80 Prozent der bei Fahrradunfällen sehr häufig erlittenen Kopfverletzungen vermieden werden"

Das wäre ja sehr erfreulich - ich frage mich nur, woher sie diese Erkenntnis haben, da ich keine Untersuchung kenne, ide diese Behauptung bestätigt.

 

MfG

 

Jan Völkersh

Jan Völkers
12.10.2011

"- 26 Prozent der Fahrräder hatten keinen Gepäckträger.

- Bei 18 Prozent der Fahrräder fehlten die Schutzbleche."

 

Seit wann ist das denn vorgeschrieben? Das mit dem Profil auch fragwürdig. Was wurde denn da als Mindesttiefe mit welcher Begründung angenommen.

 

Und dann wieder das mit der dunklen Kleidung. Sorry, wer trotz Autoscheinwerfer Menschen nicht rechtzeitig wahrnimmt, sollte seinen Führerschein abgeben oder einfach mal die Geschwindigkeit anpassen. Wer mit dem Rad unterwegs ist sollte durch die vorgeschriebenen Leuchtmittel auffallen, wenn das nicht auffällt hilft auch keine helle Kleidung mehr.

 

"Ich ignoriere wissenschaftliche Erkenntnisse nicht" - Bitte mal eine Quellenangabe dafür Herr Harms.

Stefan
13.10.2011

Wie seriös die "Studie" des ACE ist, kann man auch in den Tabellen sehen: Wenn 47% der Mädchen und 53% der Jungen ohne Helm fahren, ergibt sich nach ACE, dass 69% aller Kinder ohne Helm fahren. Auch die Zahlen von Schleswig-Holstein sind interessant: 38,5% der Mädchen und 61,5 % der Jungen fahren ohne Helm, so dass am Ende 8% aller Kinder ohne Helm unterwegs sind. Da fragt man sich doch, ob Kinder noch ein anderes Geschlecht haben können.

Murat
13.10.2011

Bereits vor einem Jahr fiel der ACE mit einer fehlinterpretierten Statistiken zum Thema Radfahren seltsam auf: www.ace-online.de/der-club/news/ace-alarmierend-viele-fahrradunfaelle.html

 

Und auch hier wieder ein Dokument, das nicht nur fernab vom Unfallgeschehen, sondern auch von der Rechtslage ist. Die Mängelliste enthält Schutzbleche, Gepäckträger und Reifen. Abgesehen davon, dass technische Mängel im Unfallgeschehen eine untergeordnete Rolle spielen, sind die angesprochenen technischen "Mängel" keine.

 

Es ist löblich, wenn ein Autoclub sich den Gefahren des Radfahrens annehmen will. Aber Bauchgefühl und Windschutzscheibenperspektive helfen da nicht weiter.

 

Unfälle verhindert man, indem man sie studiert. Jede Landespolizei und auch das statistische Bundesamt bringen jährlich Statistiken heraus, aus denen man Hauptunfallursachen ablesen und sein Verhalten entsprechend anpassen kann. Das muss auch radfahrenden Kindern kommuniziert werden.

 

Die Verkehrsregeln allein reichen für sicheres Radfahren nicht aus, sind in einigen Punkten sogar kontraproduktiv. Radfahrverbände und "echte Radfahrer" könnten dem ACE helfen, eine zielführendere Perspektive einzunehmen - so er es denn wollte.

berlinradler
14.10.2011

Speichenreflektoren sind in diesem Jarhrtausend nicht mehr vorgeschrieben. Moderne Fahrradreifen haben Reflexringe mit Prüfzeichen.

 

Gepäckträger, Schutzbleche und Reifenprofil sind zwar praktisch, aber nicht sicherheitsrelevant. Deshalb waren sie niemals vorgeschrieben.

 

Ees gibt ein Regelwerk namens StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungsordnung), das man lesen kann oder auch nicht ...

 

Fazit: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man wenigstens vornehm schweigen, stattt sein peinliches Umwissen öffentlich zu outen.

Halfstep
21.10.2011

Schutzbleche oder Gepäckträger mögen in der Tat nicht ganz so relevant sein, aber trotzdem wurden ganz klar Misstände aufgedeckt oder zumindest auf sie hingewiesen. Die Fahrradbeleuchtung sollte auf jeden Fall funktionieren und Reflektoren schaden auch nicht. Gegen das Tragen von Radhelmen gibt es auch nicht viel einzuwenden - besser mit als ohne.

 

Die Leute sollten hier weniger über den ACE herziehen und Spitzfindigkeiten im Artikel suchen, sondern mal besser die Fahrräder ihrer eigenen Kinder überprüfen. Damit wäre der Welt ein größerer Gefallen getan, als sich hier selbst zu profilieren...

David K.
22.10.2011

@David K.: Der einzige, der sich hier selbst profilieren will, ist der ACE. Und das auf einem Gebiet, wo er offensichtlich keine Kompetenz hat, wie er beim Thema Fahrrad schon mehrfach durch Pressemitteilungen gezeigt hat. Es sind ja nicht die Kommentatoren, die dieses Thema begonnen haben, sondern der ACE.

 

Ansonsten finde ich es beschämend, dass Sie hier mit Unterstellungen über die Fahrräder der Kinder die Kommentatoren diffamieren, nur weil diese hier versuchen, mit Argumenten dazulegen, wo das Problem der Pressemitteilung und der Studie des ACE besteht.

Murat
31.10.2011

Betrifft: Helm tragen für Radfahrer

In vielen Berufen muß ein Helm bei der Arbeit getragen werden, ansonsten zahlt die BG oder die Versicherung bkeinen Cent.

Radfahrer müssen zur Kasse gebeten werden (Zahlung der Behandlungskosten), wenn Kopfverletzungen auf das "Nichttragen" eines Fahrradhelmes zurückzuführen ist.

Radfahrer sollten sich auch die Verkehrsregeln halten,aber die scheinen für viele nicht zu

existieren (Fahren über Füßgängerüberwege; Fahren entgegen der Einbahnstraße - auch wenn verboten; Fahren ohne Licht usw.). Fahren mit dunkler Kleidung in der Dämmerung, Nebel und Regen und noch ohne Lichtt ist schon ein Volkssport. Hier kann eine Warnweste shr hilfreich sein (man schaue nach Frankreich). Wo ist das Vorbild der Erwachsenen?

Haben Radfahrer eigene Gesetze oder haben sie immer Recht?

 

Klaus

(ehem. Fahrsicherheitstrainer)

K.Hollmann
19.11.2011

Es gibt sehr wohl Untersuchungen zur Auswirkung von allgemeinen Helmpflichten - eine findet man hier: www.adfc-bw.de/texte/helm/helm.htm

Fazit: Einfluss des Helms auf das Verletzungsrisiko ist sehr gering, stattdessen starker Rückgang der Anzahl der Fahrradfahrer, andere Massnahmen wären viel effektiver.

 

Auch mittels der öffentlich in Dt. verfügbaren Unfallzahlen lässt sich kein signifikanter Einfluss des Helmtragens auf die Unfallstatistik nachweisen. Siehe dazu die Folien des VCD:

bernd.sluka.de/Statistik/helm10.pdf

bernd.sluka.de/Statistik/unfaelle10.pdf

bernd.sluka.de/Statistik/helm16.pdf

bernd.sluka.de/Statistik/unfaelle16.pdf

 

Diese ständigen (nur behaupteten) Vorteile des Helms und Forderungen nach Helmpflicht sollen nur von den wirklich sinnvolleren Massnahmen ablenken, die unpopulär und politisch (gegen die Autolobby) nicht durchsetzbar sind.

Uwe Schuster
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