Nachlese zum 13. Berliner Mobilitätssalon

Matthias Knobloch, Leiter des Hauptstadtbüros, begrüßt die Gäste aus Politik und Wirtschaft

"Was kostet die Mobilität?" (22. April 2010)

Mobilitätspolitik und Sozialpolitik müssen zusammen gedacht werden – so ein Fazit des 13. Mobilitätssalons. Dieser hatte sich nicht nur die Aufgabe gestellt, die zukünftigen finanziellen Kosten von Mobilität zu präsentieren. Es galt auch deren gesamtgesellschaftliche Folgen vorzustellen, mitsamt der sozialpolitischen Antworten auf diese. Der Salon wurde gemeinsam von InnoZ und ACE veranstaltet und fand in der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt statt.


Die drei Vortragenden gingen sehr unterschiedlich an das Thema heran. So kam Carsten Sommer (WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH) zu dem Schluss, dass Mobilität in Zukunft teurer werden wird. Im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten würden die Mobilitätspreise sogar deutlich mehr ansteigen. Stephan Daubitz (TU Berlin) hingegen betonte die sozialen Folgen von hohen Mobilitätskosten: Soziale Ausgrenzung, Hindernisse bei der Arbeitssuche oder der Wahrnehmung von Gesundheitsangeboten, um nur einige zu nennen.

Das  zweite Bild zeigt v.l.n.r. Moderator und Referenten des Mobilitätssalons in der Diskussion (Frank Hunzinger (innoz), Norbert Bischoff (Sozialminister Sachsen-Anhalt), Dr. Carsten Sommer (WVI) und Stephan Daubitz (TU Berlin).

Der Minister für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, Norbert Bischoff, steuerte Erfahrungen aus seinem Bundesland bei. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stand der demografische Wandel einer älter werdenden Gesellschaft, der sich in Sachsen-Anhalt besonders drastisch abzeichnet. Alle drei Redner riefen dazu auf, soziale Umbrüche auch als Chancen für eine nachhaltigere Mobilitätspolitik zu begreifen und Probleme vernetzt zu denken. Auch in der abschließenden Diskussionsrunde wurde gefordert, neue Denk- und Raumordnungsansätze zu schaffen, um hohe Mobilitätskosten sozialverträglich zu gestalten.

 

 

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