Irrfahrt eines Autokennzeichens
Hilfe für Autofahrer in Not! Das ist – kurz gesagt – was die Mitarbeiter des ACE antreibt. Manchmal hat diese Hilfe aber nichts mit reiner Pannenhilfe zu tun, und manchmal sind es auch nicht die Pannenhelfer, die Autofahrern in ihrer Notlage helfend zur Seite stehen. Auf einer Urlaubsreise in Wien sah ACE-Pressesprecher Rainer Hillgärtner ein Autokennzeichen auf der Straße, das kurz davorstand, im berüchtigten Labyrinth des Wiener Kanalsystems zu verschwinden. Bevor es aber in den Gully rutschen konnte, griff er beherzt zu und war nicht wenig überrascht, ein deutsches Kennzeichen in der Hand zu halten. Seine Neugier war geweckt: Wie kommt ein Kennzeichen aus dem Hunsrück in den 7. Wiener Bezirk?
Zurück in Deutschland kontaktierte er die Zulassungsstelle, diese wollte ihm aber den Halter – denn Hillgärtner wollte das Kennzeichen persönlich weiterleiten – nicht nennen. Doch das Amt gab die Telefonnummer der ACE-Pressestelle an den Halter weiter, Heribert Kuhn meldete sich auch prompt. Die Überraschung Hillgärtners war jedoch groß, als er erfuhr, dass das Kennzeichen mitnichten in den Hunsrück, dafür aber zurück nach Wien geschickt werden sollte. Denn dort lebt und arbeitet Kuhns Sohn, der momentan leihweise den Škoda des Vaters fährt. „Wäre es möglich, das Kennzeichen per Kurier nach Wien zu schicken? Und was würde es kosten?“, fragte Heribert Kuhn. Die Antwort Hillgärtners kam prompt: „Wenn sie ACE-Mitglied sind, kostet sie das keinen Cent“. „Stellen sie sich vor, ich bin ACE-Mitglied“, sagte Kuhn, worauf das Telefonat in allgemeiner Heiterkeit endete. Das Kennzeichen ist inzwischen wieder dort, wo es hingehört. In Wien, am Škoda von Heribert Kuhn.
Quelle: ACE LENKRAD 12/2009




