Überzeugender Einsatz der „Rettungsschere“ durch die Feuerwehr

ACE-Kreisvorstandsmitglieder aus Frankfurt, Offenbach und MKK besuchten Berufsfeuerwehr in Frankfurt

Frankfurt/Offenbach/Hanau 24.09.2011 Auf Einladung vom Auto Club Europa (ACE)  Kreisclub Frankfurt besuchten die Mitglieder – auch aus dem Kreisclub Main-Kinzig und Wetterau sowie dem Kreisclub Offenbach - die Berufsfeuerwehrwache 1 am Standort in der Feuerwehrstraße 1 in Frankfurt am Main. Nach der Begrüßung durch Walter Ebert hieß Oberbrandmeister Mathias Schmitt die interessierten Kreisvorstandsmitglieder des ACE willkommen und führte sie durch die komplette Feuerwache. Zum Abschluss erfolgte eine praktische Übung mit der Rettungsschere und dem Spreitzer zur Rettung  einer bewusstlosen und eingeklemmten Person aus dem beschädigten Pkw.

Herr Schmitt nannte zunächst die wichtigsten Daten: In Frankfurt gibt es rund 800 Berufsfeuerwehrmänner. Hinzukommen noch 750 Freiwillige Feuerwehrmänner, davon sind 550 bei der Jugendfeuerwehr. Den Feuerwehren steht ein großer Fahrzeugpark zu Verfügung. Davon sind 36 Rettungswagen, 15 von der Berufsfeuerwehr, 36 von anderen Hilfsorganisationen (DRK, ASB, Johanniter, Malteserhilfsdienst (MHD). Dazu gehören auch fünf Notarzteinsatzfahrzeuge die an verschieden Krankenhäusern in Frankfurt stationiert sind.


Zur Feuerwache 1 zählt die Zentrale Leitstelle in der alle Notrufe der  Feuerwehr und des Rettungsdienstes eingehen dazu. Die Einsätze vom Hubschrauber Christoph 2 und Christoph Hessen werden ebenfalls von der Leitstelle aus koordiniert. Täglich nehmen sie 2400 Telefonanrufe entgegen.

Im Jahr leisteten sie 80.000 Rettungsdienst-, 25.000 Notarzt- und 5.000 Brandeinsätze und rund 9.000 sonstige Einsätze z.B. Tierrettung. In Frankfurt gibt es übrigens viele Fehlalarme; allein im Bankenviertel sind es 1600 (z. B. durch Rauchen unter einem Rauchmelder der dann die der Brandmeldeanlage auslöst). Die Feuerwehrmänner werden im Bedarfsfall (im vergangenen Jahr waren dies 50) von Notfallseelsorgern betreut.

Die neue Feuerwehrwache in der Feuerwehrstraße in Frankfurt am Main

Im Jahr 2003 war die Grundsteinlegung für die neue Feuerwehrwache in der Feuerwehrstraße, da die alte Wache in der Hanauer Landstraße zu klein und zu alt war. Größter Vorteil davon ist, dass jetzt alle 3 Züge der Feuerwehr an einem Standort sind, die vorher über mehrere Wachen verteilt waren. Die Kosten des Neubaus lagen bei 43 Millionen DM.

Auf der Südseite sind die Büroräume der Feuerwehr, auf der Ostseite der Vorbeugende Brandschutz und die Feuerwehrleitung. Auf der Westseite der Ausbildungs- und Lehrsaalbereich. Die Räume inklusiv einem Hörsaal sind jeden Tag ausgebucht - je nach Gruppenstärke für 15 bis 40 Schüler. Die Feuerwehrmänner werden für Notfalleinsätze trainiert und können in einem echten Rettungswagen, der mit Kameras ausgestattet ist reale Einsätze üben. Zusätzlich werden Feuerwehrmänner (freiwillige und aus anderen Regionen) geschult und erhalten ihre umfassende Ausbildung inklusiv Funkausbildung.

Das Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei nutzt die Räume nachts ebenfalls zur Aus- und  Weiterbildung. Auf der Nordseite ist die Werkstatt  wo kleinere Schäden repariert werden. Größeren Schäden werden an externe Werkstätten zur Reparatur vergeben. In  drei Fahrzeughallen stehen Ersatzfahrzeuge bereit.

Bildunterschrift (BU) Foto Anton Hofmann
Das Gruppenbild zeigt die Kreisvorstandsmitglieder vom Auto Club Europa (ACE) aus Frankfurt, Offenbach und dem Main-Kinzig-Kreis & Wetterau zusammen mit der Einsatzgruppe der Berufsfeuerwehr Frankfurt nach der geglückten Rettung mit der Rettungsschere

Bildunterschrift (BU)  Foto Jörg Neumann
Die Einsatzgruppe der Berufsfeuerwehr Frankfurt in der Feuerwache 1
bei der Übung mit der Rettungsschere und dem Spreitzer zur Rettung
einer bewusstlosen und eingeklemmten Person aus dem beschädigten Pkw.

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