Autobahnbaustellen: ACE fordert breitere Fahrstreifen – Unfälle häufen sich
Eine Lösung des Dilemmas könnte in einer Verbreiterung des linken Fahrstreifens bestehen – sofern dies durch die baulichen Gegebenheiten möglich erscheint. Im Gespräch bei den Straßenbaubehörden ist laut ACE sowohl eine Ausweitung der linken Spur auf Maße zwischen 2,10 und 2,50 Meter als auch eine Änderung des Verkehrszeichens 264, das künftig mit Dezimalwert ausgestattet werden soll.
Obwohl der zuständige Bund-Länderausschuss über die baulichen und rechtlichen Erfordernisse bereits mehrfach beraten hat, scheint derzeit eine flächendeckende Lösung noch in weiter Ferne. Ein Verordnungsentwurf zur Verbreiterung der Fahrstreifen ist nach ACE-Informationen vom Bundesverkehrsministerium auf Eis gelegt worden, weil sich zur selben Zeit angeblich Verzögerungen bei der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) ergeben haben.
Bundesländer greifen zur Selbsthilfe
Einige Bundesländer greifen deshalb bereits zur Selbsthilfe: In Rheinland-Pfalz wurde ein Modellversuch zum sogenannten versetzten Fahren in Baustellen durchgeführt. Dabei dürfen die Autos auf dem linken und dem rechten Fahrstreifen nicht mehr parallel nebeneinander sondern nur versetzt fahren. Ergebnis der Erprobung: Die Zahl der Unfälle ging um ein Drittel zurück.
Bayern, Nordrhein-Westfalen und das Saarland versuchen dem ACE-Bericht zufolge schon heute, die Breite der Fahrspuren auf mindestens 2,10 Meter auszuweiten, in Schleswig-Holstein und Bremen soll der Verkehr im Bereich von Autobahnbaustellen durch einen 2,50 Meter breiten linken Fahrstreifen reibungsloser durchgeschleust werden.




Danke, liebe KollegInnen vom ACE!
Die schmale linke Fahrspur in den Baustellen bereitet sehr vielen Menschen Angst. Und dann kommen die notorischen Drängler von hinten noch bei viel zu hoher Geschwindigkeit - möglichst noch mit dem vollen Christbaum an Lichtzeichen.
Ich kann nur sagen:
dranbleiben
Gerd Meyer
Stuttgart