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Autobahnbaustellen: ACE fordert breitere Fahrstreifen – Unfälle häufen sich

03.11.2011 07:00
© ddp images/dapd/Philipp Guelland

Eine Lösung des Dilemmas könnte in einer Verbreiterung des linken Fahrstreifens bestehen – sofern dies durch die baulichen Gegebenheiten möglich erscheint. Im Gespräch bei den Straßenbaubehörden ist laut ACE sowohl eine Ausweitung der linken Spur auf Maße zwischen 2,10 und 2,50 Meter als auch eine Änderung des Verkehrszeichens 264, das künftig mit Dezimalwert ausgestattet werden soll.

Obwohl der zuständige Bund-Länderausschuss über die baulichen und rechtlichen Erfordernisse bereits mehrfach beraten hat, scheint derzeit eine flächendeckende Lösung noch in weiter Ferne. Ein Verordnungsentwurf zur Verbreiterung der Fahrstreifen ist nach ACE-Informationen vom Bundesverkehrsministerium auf Eis gelegt worden, weil sich zur selben Zeit angeblich Verzögerungen bei der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) ergeben haben.


Bundesländer greifen zur Selbsthilfe
Einige Bundesländer greifen deshalb bereits zur Selbsthilfe: In Rheinland-Pfalz wurde ein Modellversuch zum sogenannten versetzten Fahren in Baustellen durchgeführt. Dabei dürfen die Autos auf dem linken und dem rechten Fahrstreifen nicht mehr parallel nebeneinander sondern nur versetzt fahren. Ergebnis der Erprobung: Die Zahl der Unfälle ging um ein Drittel zurück.

Bayern, Nordrhein-Westfalen und das Saarland versuchen dem ACE-Bericht zufolge schon heute, die Breite der Fahrspuren auf mindestens 2,10 Meter auszuweiten, in Schleswig-Holstein und Bremen soll der Verkehr im Bereich von Autobahnbaustellen durch einen 2,50 Meter breiten linken Fahrstreifen reibungsloser durchgeschleust werden.

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Kommentare
 
 
03.11.2011

Danke, liebe KollegInnen vom ACE!

Die schmale linke Fahrspur in den Baustellen bereitet sehr vielen Menschen Angst. Und dann kommen die notorischen Drängler von hinten noch bei viel zu hoher Geschwindigkeit - möglichst noch mit dem vollen Christbaum an Lichtzeichen.

Ich kann nur sagen:

dranbleiben

Gerd Meyer

Stuttgart

Gerd Meyer
03.11.2011

Erfahrungsgemäß wird die linke Spur in einer Baustelle ohnehin nur von Fahrern benutzt, die schneller sind, als dort erlaubt ist. Wenn die das dann auch noch mit dicken SUVs oder Transportern tun, muss man sich über Crashs nicht wundern. Deshalb gehört meiner Meinung nach eine Geschwindigkeitsmessanlage als Standardausrüstung auf jede Baustelle. Vernünftige Leute fahren ohnehin rechts.

Peter Fauth-Schlag
04.11.2011

Es sollte generell in einer Baustelle mit eingeschränkten Fahrbahnbreiten ein Überholverbot bestehen.

Martin Kaiser
04.11.2011

Es sollte generell in einer Baustelle mit eingeschränkten Fahrbahnbreiten ein Überholverbot bestehen.

Martin Kaiser
06.11.2011

Sicher nett, wenn es breitere Fahrstreifen gäbe.

Es wäre aber weitaus besser, wenn alle die, die sich nicht zutrauen, am Lkw vorbei zu fahren, dann den breiteren rechten Fahrstreifen benutzen würden! Neulich wieder mal, in einer 4 km langen Baustelle, der A... vor mir, traute sich das nicht, aber er traute sich, mir die ganze Zeit links bleibend im Weg zu stehen! Zur Hölle mit solchen Leuten!

Ebenso sollten alle Lkw-Fahrer, die es nicht fertig bringen, ihren Blechhaufen auf dem rechten Fahrstreifen zu halten - die also mit den linken Rädern den zweiten Fahrstreifen mitbenutzen - ihren Führerschein nochmal machen müssen.

Andererseits, es gibt da noch die Regularien über die Art+Weise, wie Autobahnnaustellen einzurichten seien, und da beißt sich der Kater immer wieder in den Schwanz: Wenn es wirklich an Platz fehlt, wäre es besser, einen breiten Streifen einzurichten und dort 80 km/h zu erlauben. nein, in der deutschen Bürokratie hat man zwei Fahrstreifen einzurichten, wenns knapp wird, kommt dann "60" hin, wenns gar zu knapp wird, ein generelles Überholververbot für alle! Und das soll dann den verkehr verflüssigen? Alles Verkehrtexperten!

Nicolai
06.11.2011

Hallo Nicolai, hallo @ all -

schade, daß Sie keine Ahnung haben. Sie möchten, daß Lkwfahrer ihren Schein neu machen, weil sie die linke Spur in der Baustelle mitbenutzen? Dann sollten Sie doch mal vier Wochen zu Fuß gehen, weil Sie einen Lkw "deutlich schneller" (was das bedeutet, können Sie ja mal googeln) überholt haben. Denn dieser Lkw fährt schon die maximal erlaubten 80 Kilometer pro Stunde. Denn im Gegensatz zu Ihrem Geschwindigkeitsanzeiger sind die Tachografen im Lkw geeicht! Und jetzt sehen Sie doch gleich mal im Bußgeldkatalog nach, ab welcher Geschwindigkeitsüberschreitung außerhalb geschlossener Ortschaften es Punkte oder ein Fahrverbot gibt. Genau wegen solcher Leute wie Ihnen passieren soviele Unfälle in den Baustellen. Haben Sie sich mal ernsthaft die Frage gestellt, bzw. sogar nachgerechnet, was es Ihnen in einer Baustelle von fünf Kilometern Länge bringt, noch zu überholen, obwohl sie mit 80 km/h problemlos durch die Baustelle kämen?

 

Ich weiß zwar nicht, ob das heute noch so ist. Aber ich kenne die Regelung in Österreich, daß die Lkws wählen durften, ob sie den zweiten Fahrstreifen in der Baustelle mitbenutzen oder nicht. Dann konnte halt keiner überholen.

 

Ein bisschen mehr gegenseitige Rücksichtnahme würde so manchem Kraftfahrer - egal ob Berufskraftfahrer oder normaler Fahrzeugführer - richtig gut tun. Aber Manche meinen leider, daß ihnen die Straße allein gehören würde.

Peter
08.11.2011

Hallo Peter, ich bin entzückt, wie Sie sich um meine Pappe sorgen ... aber lassen Sie das mal bitte meine Angelegenheit sein. Ich kenne die Abweichungen meines Tachometers und um es mal zu beichten: Ich bin einmal durch eine 60-Baustelle mit 90 km/h gefahren - weil der Lkw vor mir der Schrittmacher war ( ... wenn's bei dem blitzt, kann ich noch bremsen ... ), so schnell war ich sonst noch nie! Der hat aber auch in Luftlinie alle Linien der Verschwenkung überfahren und beide Fahrstreifen benutzt - ob er aus Österreich war, weiß ich nicht mehr. Ich finde es bezeichnend, dass eine Verletzung des Rechtsfahrgebotes der StVO akzeptiert wird, eine ( geringfügige ) Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit aber verteufelt wird. Ich fahre in 60- oder 80-amtlich-angeordneten-Verkehrsbehinderungen gerne hinter Lkw, weil ... schneller und vor allem "sicherer" kommt man da nicht durch. Um es deutlich klarzustellen: Die StVO betrachte ich als eine Art Betriebsanleitung, eine Art Spielregel, wie wir alle gemeinsam den knappen Verkehrsraum nutzen können und wie unser Verhalten zur Sicherheit anderer vorhersehbar/vorhersagbar sein soll. Leider schnitzt sich aber mancher Verkehrsteilnehmer eine "Privat-StVO" aus dem vollen Bauch bzw aus dem hohlen Kopf.

Ich will niemanden behindern oder bedrängen - aber ich will auch nicht behindert oder bedrängt werden!

Wobei man durchaus sagen könnte: Fühlen Sie sich auf der Autobahn von hinten bedrängt? Dann fahren Sie doch einfach mal rechts!

Nicolai
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