Sicherheit: Begleitetes Fahren mit 17
Die nächste Generation
Über 90.000 Kilometer ist Natascha Rübcke inzwischen gefahren, seit sie 2004 ihre Führerscheinprüfung bestanden hat. Sie ist eine der ersten Teilnehmer am Modellversuch "Begleitetes Fahren mit 17". Der ACE hat sie und vier andere junge Fahranfänger von Anfang an begleitet, um aus erster Hand – von Führerscheinneulingen und ihren Eltern – Erfahrungsberichte zu bekommen. Denn als der Modellversuch 2004 startete, stand der ACE mit seinem deutlichen "Ja" zum Projekt ziemlich alleine da. Politiker und Interessenverbände entwarfen wahre Horrorszenarien, um das "Begleitete Fahren" zu verhindern. Eltern würden sich betrunken von ihren minderjährigen Kindern nach Hause fahren lassen, die Fahranfänger hätten eh keine Lust, mit den Eltern zu fahren, und würden sich auch ohne die Begleiter hinters Steuer setzen – so die Hauptvorwürfe. Nichts davon ist eingetroffen.
Jessica Kubsch gehört ebenfalls zu den fünf Fahranfängern, die der ACE damals begleitet hat. "Ich bin sehr froh, dass ich das gemacht habe", sagt sie heute. "Es war nicht immer einfach mit meiner Mutter, aber im Großen und Ganzen haben wir uns gut verstanden. Es gibt einem einfach ein Stück Sicherheit, wenn auf der Beifahrerseite jemand mit Erfahrung sitzt." Jessica ist im Gegensatz zu Natascha deutlich weniger unterwegs, erst seit sie aus dem hohen Norden nach Süddeutschland gezogen ist, fährt sie auch Langstrecken. Vielfahrerin Natascha hat bereits die Schattenseiten des Autofahrerlebens erleben müssen. Nach eineinhalb Jahren Fahrpraxis wurde ihr von einem Lkw die Vorfahrt genommen, der Unfall hätte durchaus übel ausgehen können. "Ich habe zum Glück schnell reagiert und bin voll auf die Bremse gestiegen", erzählt sie. "Da hat mir das Sicherheitstraining, das ich beim ACE gemacht habe, sehr geholfen. Das richtige Bremsen haben wir dort ja intensiv geübt."
Das "Begleitete Fahren" würde sie jedem Fahranfänger empfehlen. "Es hat Spaß gemacht und ich war mit 18 viel sicherer als andere, die gleich allein fahren durften." Und auch die Eltern von Natascha und Jessica sind sich einig, dass es sich gelohnt hat, mit den Töchtern zu fahren: "Wir waren viel ruhiger, als sie dann allein unterwegs waren. Wir wussten ja, dass sie gute Autofahrerinnen sind."






Ich halte davon wenig und zwar aus einem einfachen Grund.Die Jugendlichen wollen erwachsen, selbstständig sein und Autofahren. Mit dem Führerschein ab 17 sind sie aber noch nicht mal volljährig. Wieso muß jemand schon mit 17 einen Führerschein haben, damit ist ja nicht mal ein schweres Motorrad zufahren, dafür muß man 18 sein.
Wenn etwas passiert werden sie plötzlich als Jugendliche behandelt. Ich stehe auf dem Standpunkt, wer Auto fahren will sollte auch und nur als Erwachsener behandelt werden.