Innovation: Mobilitätskonzept
Bus, Bahn oder Stromer
In welche Richtung rollt die Elektromobilität? Das ist die spannende Frage, die sich in den kommenden Jahrzehnten beantwortet. In den nächsten zwei Jahren trudeln die ersten Modelle mit elektrischem Antrieb auf den Markt. Noch unklar ist, welche Käufer in den Startlöchern stehen. Es zeichnet sich aber inzwischen ab, dass die Stromer ein gutes Vehikel für neue Mobilitätskonzepte sind.
Vor wenigen Tagen starteten die Deutsche Bahn und Toyota einen Feldversuch, bei dem Elektromobilität im Carsharing der Deutschen Bahn angeboten wird. Für das Projekt stellt der Automobilhersteller 18 Fahrzeuge seines Prius Plug-in-Hybrids als Leasingfahrzeuge zur Verfügung. Der Feldversuch findet im Rahmen von BeMobility, einem Forschungsprojekt des Bundesverkehrsministeriums, statt.
Im Herbst 2010 startet der Pilotbetrieb, der Plan sieht dann einen Fuhrpark aus 40 Elektrofahrzeugen und 50 Pedelecs (Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung) vor, die an rund 20 Stationen innerhalb Berlins parat stehen. Der Kreis von Testnutzern soll etwa 500 Personen umfassen. Das Ziel: Das vergleichsweise gut ausgebaute Netz öffentlicher Verkehrsmittel in und um Berlin durch den zusätzlich elektrisch betriebenen Fuhrpark so zu ergänzen, dass unmotorisierte Kunden ohne Einschränkungen umweltschondend mobil sind. Deshalb soll an den Ladesäulen nur regenerativ erzeugter Strom gezapft werden, das senkt CO2-Emissionen. Die Carsharing-Offerte firmiert unter dem Namen Flinkster, der Marke, mit der die Bahn in Köln und Stuttgart Autos zum Tarif von 1,50 Euro pro Stunde sowie einem Kilometerpreis in Höhe von 25 Cent vermietet. Die vierrädrige Elektroflotte in Berlin soll allerdings etwas über diesen Tarifen liegen.
Der Plug-in-Prius macht seinen Fahrer bis zu 20 Kilometer Reichweite rein elektrisch mobil. Im E-Modus kann das Fahrzeug auf bis zu 100 km/h beschleunigen. Ist ein höheres Tempo oder eine größere Reichweite erwünscht, springt ein 99 PS starker Benziner an. Im Gegensatz zum beim Toyota-Händler schon seit 13 Jahren erhältlichen Vollhybriden Prius, dessen Nickel-Metallhydrid-Akku eine rein elektrische Fahrt von maximal zwei Kilometern bei circa 50 km/h zulässt, steckt in der Plug-in-Version eine aufwendige und noch relativ teure Lithium-Ionen-Batterie. Diese lässt sich an einer Haushaltsteckdose oder an den rund 70 öffentlichen Berliner Ladestationen in 90 Minuten wieder aufladen. Im elektrischen Fahrbetrieb verringert sich der – ohnehin geringe – Kohlendioxidausstoß von 89 auf 59 Gramm pro Kilometer im europäischen Testzyklus und entspreche einem Benzinverbrauch von nur noch 2,6 Litern.
Sie schreiben immer wie toll Elektroautos sind, aber nie wie lange so ein Akku hält und wie hoch die Kosten für Anschaffung und Entsorgung sind, das sind doch die wichtigen Fragen.Kann ich so ein Auto nach 5-6 Jahren überhaupt wieder verkaufen. Die vielen Mieter die in Wohnsiedlungen in den großen Städten wohnen wo sollen die eigentlich ihre Autos aufladen, da parkt man doch jeden Tag an einer anderen Stelle.
Klaus Krüger






Ich höre und lese im Zusammenhang der Einführung von Elektroautos nur immer den Aspekt der steigenden Kraftstoffpreise. Wie aber werden sich angesichts des beabsichtigten deutschen Alleingangs beim Atomausstieg die Strompreise, die Zuverlässigkeit bei der Verfügbarkeit und nicht zuletzt das öffentliche Netz der "Elektro-Tankstellen" entwickeln?
Wie sieht hier eine belastbare Prognose aus?