Verkehrssicherheit: Sicherheitstraining

Nur Übung macht den Meister

01.01.2012 12:00

Für seine Mitglieder bietet der ACE verschiedene Sicherheits­trai­nings für Pkw, Wohnwagen und Motorräder an. Die neue Saison startet jetzt.


Sicherheitstraining

Auf nasser Fahrbahn verhält sich das Auto anders, als auf trockener Straße

Sicherheitstraining

Mit einem tonnenschweren Wohnwagen wird das manövrieren zur Herausforderung

Sicherheitstraining

Motorradfahrer lernen richtig zu bremsen und Hindernissen auszuweichen

Im Verkehrsfunk ist die Warnung häufiger als Zusatz zu einer Staumeldung zu hören: "Achtung Autofahrer, das Stau­ende befindet sich in einer Kurve." Ver­kehrs­teilnehmer, die nichtsahnend diese Stelle passieren, haben nicht viel Zeit, um richtig zu reagieren. Eine Vollbremsung mit ganzer Kraft ist oft das Einzige, was einen Unfall verhindern oder zumindest die Fol­gen abschwächen kann. Doch das richtige Bremsen will gelernt sein, wissen die Trai­ner, die die Sicherheitstrainings beim Auto Club Europa betreuen.

Und genau deshalb ist das richtige Bremsen auch ein ganz zentraler Bestandteil der Trai­nings, egal ob mit Autos, Wohnwagen oder Motorrädern. Denn viele der Teil­neh­mer haben noch nie in ihrem Leben eine echte Vollbremsung gemacht und sind meistens ganz erstaunt, wenn sie zum ersten Mal das Vibrieren ihres ABS spüren und auch merken, wie ihr Fahrzeug reagiert, wenn sie zuerst auf trockener, dann auf nasser Fahrbahn voll in die Eisen steigen. Vor allem auch für Gespann-Fahrer ist diese Übung wichtig. Denn nur hier kann der Fahrer im sicheren Raum ausprobieren, wie sehr sich das Fahrverhalten eines Autos verändert, wenn ein tonnenschwerer Wohn­wagen daranhängt.

Doch nicht nur die Vollbremsung wird in den gut achtstündigen Sicherheitstrainings geübt. Die Trainer beginnen mit den Grund­­la­gen. Beim Auto ist das beispielsweise das richtige Sitzen und die optimale Einstellung von Sitz und Kopfstütze. Da alle Theorie aber grau ist, absolvieren die Teilnehmer einen Slalomparcours zuerst mit ihrer ge­wohnten Sitzeinstellung, danach mit der optimalen. Für viele ein echtes Aha-Er­lebnis. Biker dagegen erfahren viel über die richtige Sicherheitsausstattung, Teilneh­mer mit Wohnwagen lernen allerhand über die Beladung ihres Gespanns.

Nicht nur für Führerscheinneulinge ist ein Sicherheitstraining empfehlenswert. Auch wer sich ein neues Fahrzeug zulegt, kann es beim Training richtig kennenlernen. Denn neue Sicherheitstechniken wie beispielsweise ABS und ESP verändern nicht nur das Verhalten des Fahrzeugs, sondern machen auch ein anderes Agieren des Fahrers nötig. So ist die Stotterbremse, die viele noch in der Fahrschule gelernt haben, bei ABS alles andere als angebracht. Für Autofahrer, deren Pkw mit ESP ausgerüstet ist, ist es wichtig zu erfahren, dass auch der modernsten Fahrzeugtechnik Grenzen gesetzt sind.

Infos über die Sicherheits­trainings für Pkw, Wohnwagen und Motor­räder gibt es beim ACE-Infoservice unter der Telefonnummer 0 18 02/33 66 77*. Außer­dem bietet der Autoclub spezielle Trainings für Busse, Lkw und Trans­porter an.

Sicherheitstrainings: Kurse im Überblick

* Gebühr: 6 Cent aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk ggf. mehr (ab 1.3.2010 max. 0,42 € pro Anruf)



Kommentare
 
 
23.04.2012

Wertes ACE-Team,

am Samstag, dem 21.04.12 nahm ich mit fast 60 Jahren das erste mal an einem Sicherheitstraining teil. Der Kursleiter, Andreas, hat uns meiner Auffassung nach gut motivieren können. In sachlicher Form, manchmal auch mit Humor, brachte er uns unseren Maschinen und den Umgang mit ihr näher. Andreas erklärte verständlich, warum und wie es zu machen ist: Das Bremsen, den Lenkimpuls, die Kurventechnik und noch manch anderes. Ich möchte mich, sicherlich auch im Namen der anderen Teilnehmer, nochmals bei Andreas für seine Arbeit bedanken.Auf jeden Fall werde ich so ein Sicherheitstraining weiter empfehlen.

 

 

Allseits gute Fahrt wünscht V.Maurer, Weißenfels

Volker Maurer
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