Vorstellung: Renault Twizy
Für die Sommer-Sause
Der überdachte E-Motor-Roller auf vier Rädern lässt sich wie ein normales Auto über Lenkrad und Pedalerie bedienen. Der Platz für die eine Person, die mitgenommen werden kann, befindet sich dagegen – Motorrad-typisch – hinter dem Fahrer. Eine Kombination, die für den Piloten ganz gute, für den Sozius jedoch nur mäßige Platzverhältnisse bietet. Das 30-l-Fach unter dem Platz des Beifahrers kann durch das Umdrehen der Sitzschale auf 55 Liter erhöht werden.
Die Sitze des Vorserien-Modells sind einfach gepolstert und bieten nur wenig Seitenhalt. Das Interieur ist komplett auf Outdoor-Einsätze getrimmt und wassergeschützt. Die weiteren Bedienelemente beschränken sich auf ein simples, gut ablesbares Zentraldisplay, die Lenkstockhebel einschließlich Lichtbetätigung, den Warnblinkschalter, Handbremse und die beiden Tasten für die Getriebesteuerung: eine Taste für vorwärts, eine rückwärts und beide gleichzeitig gedrückt für den Leerlauf. Heizung und Radio fehlen völlig.
Ein mobiles Infotainment-System von Parrot wird es nur gegen Aufpreis geben. Ebenso auf der Optionsliste werden kleine Flügel-Türen stehen, doch auch sie decken lediglich den unteren Teil des Ausschnitts ab. So bleibt die Besatzung bei Seitenwind den Elementen stets ausgeliefert.
Die Twizy-Basis stellt ein Gitterrohr-Rahmen. Für die wenigen Verkleidungen kommen ausschließlich Kunststoffe zum Einsatz. Das Gesamtgewicht liegt trotz aller Leichtbau-Bemühungen bei 450 Kilogramm, wovon allein 100 Kilo auf das Konto des Lithium-Ionen-Akkus gehen.
Dieser speichert elektrische Energie von bis zu sieben Kilowattstunden. Damit soll das 2,32 Meter kurze City-Mobil etwa 100 Kilometer weit kommen. Die Ladedauer über das im Bug verstaute 230-V-Ladegerät gibt Renault mit dreieinhalb Stunden an. Positioniert ist der Energiespeicher unterhalb des Fahrersitzes. Damit ist das Gewicht nicht nur nahezu optimal auf die beiden Achsen verteilt, sondern sorgt auch für einen tiefen Schwerpunkt.
Das kommt der Fahrdynamik zugute. Bei einer Probefahrt auf dem Renault-Testgelände überzeugte uns der Twizy mit seiner hohen Agilität und dem nicht minder ausgeprägten Spaßfaktor. Das nur 1,19 Meter schmale Gefährt verwandelt normale Straßen in eine Kartbahn.
Die Bremsanlage besteht aus einem Generator zur Energierückgewinnung und aus vier massiven Bremsscheiben. ABS, ESP, Bremskraftverstärker oder auch eine Servolenkung sucht man dagegen vergeblich.
Den Antrieb übernimmt ein 20 PS und 57 Newtonmeter starker Elektromotor, der vor der Hinterachse montiert ist. Die starre Übersetzung sorgt für ruckfreie und durchaus zügige Beschleunigung bis auf Tempo 80.
Alternativ bietet Renault ab März 2012 auch den Twizy 45 (4,5 PS, 45 km/h) an, der sogar schon für Inhaber des S-Führerscheins zugelassen sein wird – und damit frei ab 16. Der Preis für den Leicht-Kraftwagen soll bei 6990 Euro starten. Hinzu kommt jedoch für beide Versionen die monatliche Leasingrate für den Akku in Höhe von 45 Euro.
Überblick: Aktuelle Elektroautos, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind.
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Liebe KollegInnen!
Als Autor der Trendstudie E-Mobilität 2011 freue ich mich, dass die E-Mobilität in meiner "Autozeitung" endlich den angemessenen Raum einnimmt. Weiter so! Gut finde ich auch, dass die Co2 Vermeidung thematisiert wird. Sehr wünschen würde ich mir, dass zukünftig eine Einbettung des E-Mobils im Kontext von zukunftsfähigen Mobilitätkonzepten (Individualverkehr vs. ÖPNV) und Geschäftsmodellen (S.13 in ACE Lenkrad Print: Nissan wird nicht 34.00 € kosten, sondern 15.000 plus Leasingrate für den Akku, usw., CarSharing, ) dargestellt wird. Aus unser Trendstudie E-Mobilität 2011 wissen wir, dass sich die zukünftigen Leser/Mitglieder dafür interessieren! Wäre vielleicht ein Alleinstellungsmerkmal für den ACE!
Mit kollegialem Gruß
Dipl.-Ing.
Universität Kassel, FB Elektrotechnik / Informatik
und wbc - Ingenieurbüro für Beratungsdienstleistungen
E-Mobilität und Erneuerbare Energien, Bildung und Kommunikation